{"id":1118,"date":"2014-01-23T22:07:47","date_gmt":"2014-01-23T21:07:47","guid":{"rendered":"http:\/\/swiss-functional-training.ch?p=1118"},"modified":"2019-11-01T21:22:01","modified_gmt":"2019-11-01T20:22:01","slug":"serielle-sarkomeraddition-und-es-gibt-sie-doch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/?p=1118","title":{"rendered":"Serielle Sarkomeraddition&#8230;  &#8230;und es gibt sie doch!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2013\/12\/Sarkomer-Sarkomer-doppelte-Beweglichkeit1-881x1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-938\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2013\/12\/Sarkomer-Sarkomer-doppelte-Beweglichkeit1-881x1024-258x300.jpg\" alt=\"Sarkomer-Sarkomer-doppelte-Beweglichkeit1-881x1024\" width=\"258\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Sarkomer-Sarkomer-doppelte-Beweglichkeit1-881x1024-258x300.jpg 258w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Sarkomer-Sarkomer-doppelte-Beweglichkeit1-881x1024.jpg 881w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a>In meinem Text \u201aBeweglichkeit\u2018, sowie meinen Artikeln beschreibe ich weshalb f\u00fcr mich im Zusammenhang mit einem sinnvollen Beweglichkeitstraining kein Weg an der Grundphilosophie; <strong>Beweglichkeit durch Bewegung, denn Form folgt Funktion<\/strong> vorbeif\u00fchrt und weshalb auf struktureller Ebene die Formel; <strong>Sarkomer &amp; Sarkomer = doppelte Beweglichkeit<\/strong> steht.<!--more--><\/p>\n<p>So erfreulich und sch\u00f6n meine Philosophie auch klingen mag, ich muss Beweise finden, welche auch bezeugen, dass meine Philosophie auch auf struktureller Ebene so stattfindet. Gibt es also diese von mir so ins Zentrum ger\u00fcckte Sarkomeraddition in Serie? Kann sich die Muskulatur (Muskelfibrille) auch bei Erwachsenen in ihrer L\u00e4nge durch Addition von Sarkomeren verl\u00e4ngern und dadurch mehr aktive wie auch passive Beweglichkeit ausl\u00f6sen\/zulassen?<\/p>\n<p>In meinem Text \u201aBeweglichkeit\u2018 st\u00fctze ich mich neben Studien an Tieren auf Expertenaussagen, welche zumindest davon ausgehen, dass es diesen Mechanismus gibt. Diese Zitate klingen dann z.B. so:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie funktionelle L\u00e4nge eines Muskels ist von demjenigen Gelenkwinkel (Arbeitssektor abh\u00e4ngig, in dem der Muskel den Gro\u00dfteil seiner allt\u00e4glichen Arbeit zu erledigen hat. D.h., der Muskel passt sich mit seinen L\u00e4ngeneigenschaften an die Erfordernisse an, um seine Arbeit optimal-\u00f6konomisch vollziehen zu k\u00f6nnen. <span style=\"color: #0000ff;\">Wird die Hauptbeanspruchung des Muskels langfristig in einen anderen Gelenkwinkelbereich verlagert, muss mit einer Ver\u00e4nderung seiner funktionellen L\u00e4nge gerechnet werden, er wird sich verk\u00fcrzen oder verl\u00e4ngern. Dies kann entweder durch eine Ver\u00e4nderung der Anzahl der in Serie geschalteten Sarkomere, also durch Ver\u00e4nderung der Faserl\u00e4nge,<\/span> oder \/ und durch eine Ver\u00e4nderung der L\u00e4nge der serienelastischen Komponenten (insbesondere der Sehne) geschehen. Diese Schlussfolgerung kann durch Berichte \u00fcber Experimente an Tieren (u.a. Antonio &amp; Gonyea, 1993 und Goldspink, 1994) sowie &#8211; beim Menschen &#8211; \u00fcber Beobachtungen beim Krafttraining (z.B. Tsunoda, Ohagan, Sale &amp; MacDougall, 1993) gest\u00fctzt werden\u201c (Klee &amp; Wiemann, 2012, S.44).<\/p>\n<p>\u201eDie L\u00e4nge eines Muskels ist abh\u00e4ngig von der Summe der in Serie geschalteten Sarkomere, w\u00e4hrend der Querschnitt bestimmt wird von der Anzahl der Myofibrillen pro Muskelfaser. <span style=\"color: #0000ff;\">Die Anzahl der Sarkomere ist nicht fixiert. Sie passt sich im Bedarfsfall dem jeweiligen Verh\u00e4ltnis zur g\u00fcnstigsten Kraft\u00fcbertragung des Muskels an.<\/span> Da ein Muskel bei den Aktivit\u00e4ten des t\u00e4gichen Lebens in unterschiedlichen L\u00e4ngen arbeitet, scheint es, als ob das Optimum der Sarkomerenl\u00e4nge f\u00fcr diejenige Muskell\u00e4nge garantiert wird, bei der sich unter normalen Alltagsbedingungen die gr\u00f6sstm\u00f6gliche aktive und passive Spannung entwickelt. Die notwendige L\u00e4ngenanpassung steht dabei in entsprechendem Verh\u00e4ltnis zu den Winkelstellungen des Gelenkes, bei denen die optimale Kraftentwicklung und\u00a0 -\u00fcber- tragung garantiert werden kann\u201c (Brokmeier, 2009, S.268).<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">\u201eBei einer Muskelverk\u00fcrzung nimmt die Anzahl dieser in Serie geschalteten Sarkomere ab<\/span> und die umgebenden Bindegewebsstrukturen verlieren teilweise ihre Dehnbarkeit\u201c (Horn, 2009, S.584)<\/p>\n<p>&#8222;Der Muskel ist im molekularen Bereich aus Eiwei\u00dfmolek\u00fclen aufgebaut, die stets die gleiche L\u00e4nge haben (Aktin-Myosin-Filamente). Es gibt keine M\u00f6glichkeit diese Molek\u00fcle l\u00e4nger oder k\u00fcrzer zu machen. Auch durch Stretching werden diese Molek\u00fcle nicht verl\u00e4ngert.\u00a0Diese Molek\u00fcle k\u00f6nnen sich wie bei einem Teleskop ineinanderschieben und dabei Kraft produzieren. Die absolute Anzahl von hintereinandergeschalteten \u201cTeleskop\u201d-Molek\u00fclen bestimmt die maximale Bewegungsl\u00e4nge. <span style=\"color: #0000ff;\">Soll der Bewegungsumfang eines Muskels vergr\u00f6\u00dfert werden, dann m\u00fcssen zus\u00e4tzlich Aktin-Myosin-Molek\u00fcle in Serie eingebaut werden<\/span>&#8220; (Packi, <a href=\"http:\/\/www.biokinematik.de\/html\/Inhalt\/Verschiedenes\/Muskel-Training.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Andere Experten sind in diesem Punkt anderer Meinung und halten fest, dass es keine Sarkomeraddition bzw.- Subtraktion in Serie beim Menschen gibt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e\u2022 <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Mythos Nr. 2:\u2018Muskelverk\u00fcrzung\u2018<\/span>\u00a0<\/b>Die Vorstellung, ein Muskel w\u00fcrde sich verk\u00fcrzen, wenn er nicht gedehnt wird, mag zwar plausibel sein, sie ist jedoch definitiv falsch. <span style=\"color: #0000ff;\">Die strukturelle L\u00e4nge eines Muskels per se ist immer gleich, denn eine Ver\u00e4nderung der Anzahl und L\u00e4nge der Sarkomere in Serienschaltung konnte in vivo beim Menschen bisher nicht nachgewiesen werden.<\/span> Eine Ver\u00e4nderung der Muskell\u00e4nge findet nur bei einer Kontraktion statt (konzentrisch oder exzentrisch) und ist reversibel, denn unmittelbar nach Entspannung des Muskels nimmt er wieder seine urspr\u00fcngliche L\u00e4nge ein. Ansonsten kann die L\u00e4nge eines Muskel nicht nachhaltig ver\u00e4ndert werden, weder in die eine noch in die andere Richtung\u201c (<a href=\"http:\/\/www.dr-moosburger.at\/pub\/pub046.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Moosburger, 2012, S.2<\/a>).<\/p>\n<p>\u201eDie Beweglichkeit des Einzelnen spiegelt immer sein Bewegungsverhalten im Alltag, aber auch im Sport wider. Ein Informatiker wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger beweglich sein als ein Ballett-T\u00e4nzer. <span style=\"color: #0000ff;\">Die Ursache ist jedoch nicht seine Muskulatur, denn diese hat in Ruhe bis auf pathologische Ausnahmen (z. B. Kontraktur) immer die gleiche L\u00e4nge.<\/span> Verantwortlich f\u00fcr die Beweglichkeit ist an erster Stelle das Nervensystem\u201c (<a href=\"http:\/\/www.medicalsportsnetwork.de\/archive\/361616\/Dehnst-du-noch-%3F.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beutler, 2008<\/a>).<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Wer hat also recht? <\/strong><\/p>\n<p>Diese Frage ist meines Erachtens ziemlich fundamental, denn wenn man davon ausgeht, dass sich unsere Muskulatur nicht in ihrer L\u00e4nge anpassen kann, dann muss man in der Tat im Beweglichkeitstraining mit Gewalt daran ziehen um sie zu verl\u00e4ngern oder das Nervensystem zu \u00fcberlisten. Wenn man hingegen davon ausgeht dass sie sich strukturell anpassen kann, er\u00f6ffnen sich pl\u00f6tzlich neue Trainingswege!<\/p>\n<p>Studien, welche an Tieren eine Ver\u00e4nderung der Anzahl Sarkomere in Serie nachgewiesen haben gibt es mehrere. Die bekanntesten sind wahrscheinlich die Untersuchungen von Williams\u00a0 und Goldspink (1971, 1978) oder von Tabary <i>et al<\/i>. (1972). Als Beweis, dass auch beim Homo sapiens solche Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich sind z\u00e4hlen diese Ergebnisse aber nicht, obwohl sie meiner Ansicht nach die Wahrscheinlichkeit eher in Richtung; <i>\u201agibt es auch beim Homo sapiens\u2018<\/i> als <i>\u201agibt es nicht beim Homo sapiens\u2018<\/i> verlagern. Auch Prof. Freiwald, einer der f\u00fchrenden Forscher auf diesem Gebiet scheint dies \u00e4hnlich zu sehen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn man mit aller gebotenen Vorsicht die Ergebnisse der Tierversuche auf den Menschen \u00fcbertr\u00e4gt, dann k\u00f6nnen f\u00fcr die Entwicklung muskul\u00e4rer Verk\u00fcrzungen oder muskul\u00e4rer Verl\u00e4ngerung nur l\u00e4nger w\u00e4hrende Zwangs- und Gewohnheitshaltungen in Frage kommen\u201c (Freiwald, 2009, S.50).<\/p><\/blockquote>\n<p>Was denken Sie, ist unsere Gesellschaft l\u00e4nger w\u00e4hrender <strong>Zwangs- und Gewohnheitshaltungen<\/strong> mit verk\u00fcrzten Muskell\u00e4ngen ausgesetzt? Ich denke schon.\u00a0Denken Sie z.B. an die permanente Sitzhaltung oder die permanenten Absatzerh\u00f6hungen bei Schuhen, oder unsere permanent nach vorne gezogenen Schultern am Schreibtisch. Wer befindet sich heutzutage noch mindestens einmal am Tag in einer tiefen Hockposition, wie man sie von Stehtoiletten her noch kennt? Und falls nicht, weshalb sollten dann die Ischiokrualmuskulatur nicht strukturell durch Sarkomersubtraktion verk\u00fcrzt sein? Denken Sie unser K\u00f6rper leistet sich zu viele Sarkomere in Serie (Energiefresser) wenn er sie nie braucht? Ich denke nicht. Auch Freiwald (2009) schreibt folgendes zu dieser Thematik:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eGewohnheitshaltungen werden unbewusst eingenommen, z.B. am Arbeitsplatz. Wenn zur t\u00e4glichen Alltagshaltung, z.B. am Schreibtisch, auch nachts eine eingerollte Schlafhaltung (\u201aH\u00e4schenhaltung\u2018) bevorzugt wird, ist die Muskulatur auch nachts \u00fcber Stunden in einer dem Muskelursprung und dem Muskelansatz gen\u00e4herten Position. <span style=\"color: #0000ff;\">Es sind also Bedingungen vorhanden, die den Verh\u00e4ltnissen nahe kommen, wie sie bei <\/span><span style=\"color: #0000ff;\">experimenteller Immobilisation von Gelenken in verk\u00fcrzter Muskell\u00e4nge vorkommen<\/span>\u201c (Freiwald, 2009, S.51).<\/p>\n<p>\u201eT\u00e4glich wiederkehrende\u00a0Gewohnheits- und Zwangshaltungen, die \u00fcber Stunden eingenommen werden und \u00fcber zun\u00e4chst\u00a0funktionelle Beweglichkeitseinschr\u00e4nkungen(&#8230;)\u00a0in zeitlicher Folge zu\u00a0strukturellen Verk\u00fcrzungen(&#8230;)\u00a0der Muskulatur f\u00fchren\u201c (Freiwald, 2009, S.50).<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch <a href=\"http:\/\/books.google.ch\/books?id=7vqyPsjbxF0C&amp;pg=PA244&amp;lpg=PA244&amp;dq=In+the+adult+there+seems+to+be+little+scope+for+adjustment+during+normal+athletic+training.+However,+if+the+muscle+is+not+habitually+put+through+its+normal+range+of+excursion+then+problems+may+arise.+For+instance,+the+wearing+of+high-heeled+shoes+can+cause+the+gastrocnemius+and+soleus+muscles+to+shorten+by+losing+sarcomeres+and+remodellin&amp;source=bl&amp;ots=lliqvp1BAx&amp;sig=1fYE3PthxvwxiUPmdbwWQG-pnNA&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=Qo6UU9PkAZSR0QWe-YHICw&amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;q=In%20the%20adult%20there%20seems%20to%20be%20little%20scope%20for%20adjustment%20during%20normal%20athletic%20training.%20However%2C%20if%20the%20muscle%20is%20not%20habitually%20put%20through%20its%20normal%20range%20of%20excursion%20then%20problems%20may%20arise.%20For%20instance%2C%20the%20wearing%20of%20high-heeled%20shoes%20can%20cause%20the%20gastrocnemius%20and%20soleus%20muscles%20to%20shorten%20by%20losing%20sarcomeres%20and%20remodellin&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Goldspink und Harridge (2003)<\/a> gehen davon aus, dass sich die Muskulatur von Spitzenl\u00e4ufern bzw. Velofahrern durch serielle Sarkomersubtraktion bzw. Addition unterschiedlich an ihre sportartspezifische Aufgabe anpassen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cIt appears that force\u2013length relationships in athletes competing in different sports requiring distinctly different muscular function may adapt to the functional requirements. In a study on elite-level runners and bicyclists, we found that the rectus femoris in these two athlete populations showed vastly different force\u2013length characteristics (Herzog et al. 1991a). Moreover, these different characteristics were suited to the functional requirements of runners and bicyclists, respectively (Fig. \u2026). <span style=\"color: #0000ff;\">Therefore, it was concluded that force\u2013length properties of human skeletal muscle can, and will, adapt to chronic functional requirements, as they do in elite-level athletes<\/span>\u201d (Goldspink &amp; Harridge, 2003, S.175).<\/p>\n<p>\u201c<span style=\"color: #0000ff;\">Regulation of sarcomere number is considered to be an adaptation to changes in the functional length of the muscle.<\/span> These length-associated changes can be induced when the working length of the muscle is experimentally altered\u201d (Goldspink &amp; Harridge 2003, S.242). <span style=\"color: #0000ff;\">\u201cIn the adult there seems to be little scope for adjustment during normal athletic training. However, if the muscle is not habitually put through its normal range of excursion then problems may arise.<\/span> For instance, the wearing of high-heeled shoes can cause the gastrocnemius and soleus muscles to shorten by losing sarcomeres and remodelling their connective tissue. This may result in the Achilles tendon being pulled off the bone when the adapted shortened muscle is then required to go through the normal range of lengthening (eccentric) actions\u201d (Goldspink &amp; Harridge 2003, S.244).<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/aups.org.au\/Proceedings\/34\/19-23\/19-23.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Morgan und Proske (2004)<\/a> werden in ihrem Artikel zur \u2018Popping Sarcomere Hypothesis\u2018 bereits sehr konkret:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #0000ff;\">\u201cThe idea that adaptation to eccentric exercise consists of adding sarcomeres in series in fibres has a number of supporting observations.<\/span> It ties in closely with the observations that damage depends critically on the range of lengths of the stretch compared to optimum. It also explains why biopsy studies have been unable to show differences with adaptation, as the sarcomeres are unchanged. <span style=\"color: #0000ff;\">It is consistent with previous observations that the number of sarcomeres in series is capable of relatively rapid change<\/span> (\u2026), though the mechanisms are yet to be fully elucidated. It also gives a reason for the reversal of training. <span style=\"color: #0000ff;\">Extra sarcomeres in series increase the energy consumption for isometric force development. This provides an incentive to shed un-needed sarcomeres in the interests of efficiency of tension generation.<\/span> Extensive exercise involving only concentric contractions would be expected to increase this, supporting the anecdotal observation that &#8222;couch potatoes&#8220; are less prone to eccentric exercise damage to knee extensors than regular cyclists. <span style=\"color: #0000ff;\">In this view, the number of sarcomeres is continuously modulated up or down to maximize efficiency while avoiding damage during &#8222;normal&#8220; activity\u201d<\/span> (Morgan &amp; Proske, 2004, S.21).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich denke dass diese Gedanken bzw. Aussagen das Pendel bereits stark in Richtung; <em>\u201aMuskeln k\u00f6nnen sich durch serielle Sarkomersubtraktion oder -addition \u00a0verk\u00fcrzen bzw. verl\u00e4ngern,<\/em> schwingen l\u00e4sst und Personen, welche das Gegenteil behaupten falsch liegen, aber der endg\u00fcltige Beweis, ist dies nat\u00fcrlich noch immer nicht.<\/p>\n<p>Auch den Zusatz im Zitat von Goldspink &amp; Harridge (2003, S.244); \u201eIn the adult muscle seems to be little scope for adjustment (\u2026)\u201c m\u00f6chte ich nicht einfach so \u00fcberlesen. Ich behandle in meiner Theorie \u201aartgerechte Bewegungsmuster\u2018 bzw. \u201aartgerechte Beweglichkeit\u2018 und so habe ich grosse Zweifel, ob der Seitseitspagat in diesen Rahmen f\u00e4llt, wohl eher nicht. Da aber viele Menschen wahrscheinlich im Zusammenhang mit Beweglichkeitstraining sofort dieses Ziel vor Augen haben, m\u00f6chte ich deutlich ausdr\u00fccken, dass ich zur Zeit nicht davon ausgehe, dass der Seitspagat tats\u00e4chlich mit meiner Trainingsphilosophie (Bewegung und Krafttraining in grossen Gelenkamplituden) erreichbar ist. F\u00fcr diese K\u00f6rperhaltung muss man vielleicht tats\u00e4chlich Gewalt (Dehnen) an sich selbst oder seinen Sch\u00fctzlingen aus\u00fcben und sie in diese Position zwingen, unter Schmerzen. Was dann z.B. so aussehen kann: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ot2oUsumTX8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1.Video<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=asrVdK4B1gs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">2.Video<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WwQY_ZtTpvs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">3.Video<\/a><\/p>\n<p>Nun aber wieder zur\u00fcck zur artgerechten Beweglichkeit.<\/p>\n<p>Sehr schlagkr\u00e4ftige Argumente liefern meines Erachtens die folgenden zw\u00f6lf Studien, welche aufzeigen, dass sich Muskelfaszikel in ihrer L\u00e4nge an Trainingsreize anpassen k\u00f6nnen und dies bei erwachsenen Menschen. Einige Autoren erw\u00e4hnen explizit, dass dies auf eine Addition bzw. Subtraktion von Sarkomeren in Serie zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, andere beschreiben einfach die L\u00e4ngenver\u00e4nderung in Prozent:<\/p>\n<p>1. <a href=\"http:\/\/www.researchgate.net\/publication\/24186619_Effects_of_eccentric_strength_training_on_biceps_femoris_muscle_architecture_and_knee_joint_range_of_movement\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Potier et al. (2009)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines 8 w\u00f6chigen exzentrischen Krafttrainings auf die Muskelarchitektur des M. biceps femoris. Sie konnten aufzeigen, dass die Muskelfaszikel des M. biceps femoris um sagenhafte 34% an L\u00e4nge gewannen und f\u00fchren diese Zunahme auf mehr seriell angeordnete Sarkomere zur\u00fcck. Zudem zeigen sie auf, dass die Beweglichkeit im Kniegelenk um 5% verbessert wurde: (FL: Faszikell\u00e4nge)<\/p>\n<blockquote><p>\u201cOne repetition maximum increased by 34% (P &lt; 0.01), the PKE test revealed a <span style=\"color: #0000ff;\">5% increase in joint range of motion<\/span> (P = 0.01), <span style=\"color: #0000ff;\">FL increased by 34%<\/span> (P = 0.01) and PA did not change (P = 0.38). This is the first report of an increase in FL in the biceps femoris following eccentric resistance training. <span style=\"color: #0000ff;\">In addition, the results might imply that this fascicle lengthening could lead to an increase in the range of motion of the knee<\/span>\u201d (Potier et al., 2009, S.939).<\/p>\n<p>\u201c<span style=\"color: #0000ff;\">The increase in FL observed in the present study, suggests the addition of sarcomeres in series within the muscle.<\/span> Fascicle lengthening through in-series sarcomere addition has been advocated in a few animal (Lynn et al. 1998) and in human (Blazevich et al. 2007; Seynnes et al. 2007) studies following eccentric strength training. <span style=\"color: #0000ff;\">The present results extend previous findings by showing for the first time a 34% increase in FL in the human hamstring muscles with this mode of training.<\/span> Interestingly, this is considerably larger than the increases in FL reported by Blazevich et al. (2007) and Seynnes et al. (2007) who demonstrated a 4.7 and 9.9% increase, respectively. Albeit speculative, these differences may be muscle specific, as both Blazevich et al. (2007) and Seynnes et al. (2007) recorded FL from the quadriceps rather than the hamstring muscle. Possibly, the different function and anatomical location of these muscle groups might induce different adaptations in their muscular and\/or tendinous structures. Alternatively, this difference in magnitude of architectural changes may result from differences in training parameters, such as the range of motion or the velocity of contraction. <span style=\"color: #0000ff;\">Importantly, our results indicate that fascicle lengthening is accompanied by an increase in passive range of motion, which has not been measured previously<\/span>\u201d (Potier et al., 2009, S.942).<\/p><\/blockquote>\n<p>2. <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1113\/expphysiol.2009.046599\/full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reeves et al. (2009)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines 14 w\u00f6chigen Krafttraining (3x\/Woche) auf die Muskelarchitektur bei \u00e4lteren Menschen (74 \u00b1 3 Jahre). Eine Gruppe absolvierte ein konventionelles Krafttraining (konzentrisch &amp; exzentrische \u00dcbungen), die andere Gruppe ein exzentrisches Krafttraining. In beiden Gruppen kam es zu einer L\u00e4ngenzunahme der Muskelfaszikel des M. vastus lateralis, welche sie auf eine Addition von Sarkomeren in Serie zur\u00fcckf\u00fchren. Beim exzentrischen Training um sagenhafte 20% beim konzentrischen Training um 8%:<\/p>\n<blockquote><p>\u201c<span style=\"color: #0000ff;\">Training increased fascicle length<\/span> in both groups, but the increase was significantly greater in the ECC (<span style=\"color: #0000ff;\">20% increase<\/span>) than the CONVgroup (8%increase) (\u2026) Thus, the two training regimens resulted in differential adaptations in muscle architecture and strength. <span style=\"color: #0000ff;\">These results suggest that the stimulus for adding sarcomeres in-series<\/span> and in-parallel may be different, which implies that different myogenic responses were induced by the two different training methods\u201d (Reeves et al, 2009, S.825).<\/p>\n<p>\u201cThe two training regimens employed in the present study resulted in differential adaptations inmuscle architecture. Firstly, although vastus lateralis muscle fascicle length increased significantly in both groups, the increase was significantly greater in the ECC than in the CONV group (20 and 8% increase, respectively). <span style=\"color: #0000ff;\">Based upon the present data, an increase in fascicular length following resistance training suggests the addition of sarcomeres in series<\/span>, which is consistent with animal models showing the addition of serial sarcomeres after exposure to both chronic (Williams <i>et al. <\/i>1988) and intermittent stretch (Holly <i>et al. <\/i>1980). In the present study, the higher loads in the ECC group may have induced a greater stretch on the muscle fibers, serving as a more potent stimulus for the addition of serial sarcomeres compared with the CONV group\u201d (Reeves et al, 2009, S.830).<\/p><\/blockquote>\n<p>3. <a href=\"http:\/\/jeb.biologists.org\/content\/213\/15\/2582.full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Csapo et al. (2010)<\/a> zeigen auf, dass Frauen, welche regelm\u00e4ssig Absatzschuhe tragen durch Sarkomersubtraktion um 13% verk\u00fcrzte Wadenmuskeln (M. gastrocnemius) aufweisen und dies zu einer verringerten Beweglichkeit im Fussgelenk f\u00fchrt: (GM: M. gastrocnemius, HH: high heels)<\/p>\n<blockquote><p>\u201c<span style=\"color: #0000ff;\">GM fascicles were shorter by approximately 13% in the HH group. This loss of in-series sarcomeres might represent the muscle\u2019s adaptation to chronically being forced to operate in a shortened position<\/span> (Herzog et al., 1991). Indeed, high-heeled shoes lift the heels by several centimetres and place the plantarflexor MTU at a considerably shorter length. In women only occasionally wearing HH, this change of joint position presumably increases the tendon slack (see Fig\u2026.)\u201d (Csapo et al., 2010, S.2587).<\/p>\n<p>\u201cPutting on HH might therefore cause excessive sarcomere overlap, forcing muscle fascicles to operate in a disadvantageous region of their length\u2013tension curve. The reduction of Lf observed in regular HH wearers may therefore represent a long-term adaptation of the plantarflexor muscles aimed at resetting a normal sarcomere operating range\u201d (Csapo et al., 2010, S.2587).<\/p><\/blockquote>\n<p>4. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24387247\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Franchi et al.,(2014) <\/a>zeigen auf, dass ein 10 w\u00f6chiges konzentrisches Krafttraining zu einer Zunahme der Faszikell\u00e4nge des M. vastus laterialis um +5% f\u00fchrt, ein exzentrisches Krafttraining sogar zu einer Zunahme um +12%: (Lf: Faszikell\u00e4nge)<\/p>\n<blockquote><p>\u201cDespite the ~1.2 fold greater load of the ECC group, similar increases in muscle volume (+8% CON and +6% ECC) and in maximal voluntary isometric contraction (+9% CON and +11% ECC) were found after RT. However, <span style=\"color: #0000ff;\">increases in Lf were greater after ECC than CON (+12 vs. +5%)<\/span> while increases in PA were greater in CON than ECC (+30 vs. +5%)\u201c (Franchi et al., 2014).<\/p><\/blockquote>\n<p>5. <a href=\"http:\/\/jap.physiology.org\/content\/102\/1\/368\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seynnes, de Boer und Narici (2007)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines 35 Tage dauernden hochintensit\u00e4ts-Krafttraining bei sieben jungen Studienteilnehmern auf die Muskelarchitektur des M. quadrizeps femoris. Sie stellen fest, dass es zu einer Faszikell\u00e4ngenzunahme von ca. 10% kommt und f\u00fchren dies auf eine Addition von Sarkomeren in Serie zur\u00fcck:<\/p>\n<blockquote><p><i>\u201cMuscle architecture. <\/i>Fascicle length of the VL muscle increased by 2.4 \u00b1 0.7% after 10 days of training (<i>P<\/i> \u02c2 0.01), and it increased <span style=\"color: #0000ff;\">by 9.9 \u00b1 1.2%<\/span> at the end of the training period (<i>P <\/i>\u02c20.001)\u201d (Seynnes et al., 2007, S.370).<\/p>\n<p>\u201cIn the present study, muscle hypertrophy was associated with significant changes in muscle architecture. This finding is in line with previous reports of an increase in fascicle length and pennation angle with strength training (1, 9). <span style=\"color: #0000ff;\">An increase in fascicle length and pennation angle suggests the addition of sarcomeres both in series and in parallel<\/span> (38). In the present study, a significant increase in fascicle length (2%) was observed before any significant increase in angle of pennation and anatomic CSA. <span style=\"color: #0000ff;\">This finding suggests that remodelling of\u00a0 muscle architecture by addition of sarcomeres in series preceded the development of hypertrophy at the macroscopic level<\/span>\u201d (Seynnes et al., 2007, S.372).<\/p><\/blockquote>\n<p>6.<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/17717119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Blazevich et al., (2007)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines 10 w\u00f6chigen isokinetischen Kniextensortrainings (langsames Tempo (30\u00b0\/s), Gruppe 1; nur konzentrisch, Gruppe 2; nur exzentrisch) auf die Muskelarchitektur des M. vastus lateralis. Sie konnten eine Zunahme der Faszikell\u00e4nge bereits nach 5 Wochen um ca. 5% nachweisen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cFascicle length of the vastus lateralis (VL), measured by ultrasonography, increased similarly in both groups after 5 wk (_Con+6.3 \u00b1 3.0%, _Ecc+3.1 \u00b1 1.6%, mean _ <span style=\"color: #0000ff;\">+4.7 \u00b1 1.7%;<\/span> <i>P <\/i>_ 0.05). No further increase was found at 10 wk, although a small increase (mean _2.5%; not significant) was evident after detraining.<b> <\/b>(Blazevich et al.,\u00a0 2007, S.1565)<\/p><\/blockquote>\n<p>7. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11323549\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brockett et al. (2001)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines exzentrischen Krafttrainings f\u00fcr die Hamstringmuskulatur. Sie zeigen auf, dass bereits ein einmaliges Training bestehend aus 12 S\u00e4tzen mit jeweils 6 Repetitionen zu einer Verschiebung der Optimall\u00e4nge des Muskels in Richtung l\u00e4ngerer Muskel f\u00fchrt, und f\u00fchren diese Verschiebung auf eine Addition von Sarkomeren in Serie zur\u00fcck:<\/p>\n<blockquote><p><b>\u00a0<\/b><b>\u201cConclusion: <\/b>This is the first study to show a <span style=\"color: #0000ff;\">sustained shift in optimum angle of human muscle<\/span> as a protective strategy against injury from eccentric exercise\u201d (Brockett et al., 2001, S.783). \u201cAlthough these are the first observations of such a sustained shift for human muscle, the result was predicted by observations from animal studies (13, 29). These support the view expressed by Morgan (18), <span style=\"color: #0000ff;\">that the training effect is the result of an increase in sarcomere number in muscle fibers. It was postulated that the addition of sarcomeres in series<\/span> allows muscle fibers to operate at longer lengths while avoiding the descending limb of the length-tension curve, which is the region of instability for sarcomere length distributions. Evidence of the addition of sarcomeres after eccentric exercise has been reported for hind-limb muscle of rats by using laser light diffraction to measure sarcomere numbers (16). In a second study, it was shown that angle torque curves became wider and the optimum length for contraction occurred at longer lengths, consistent with the presence of a greater number of sarcomeres in series (17). This meant that the muscle had increased its working range and less of the working range was likely to be on the descending limb of the length-tension curve. <span style=\"color: #0000ff;\">Changes similar to those reported in animals have now been shown here in human hamstring muscles, the major result being the sustained shift in optimum length after a single bout of eccentric exercise. The shift to longer lengths was sustained over the full 10-d test period\u201d<\/span> (Brockett et al., 2001, S.788).<\/p><\/blockquote>\n<p>8. <a href=\"http:\/\/www.mvclinic.es\/wp-content\/uploads\/Brughelli-et-al-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brughelli et al. (2010)<\/a><b> <\/b>untersuchten die Auswirkungen eines exzentrischen Krafttrainings w\u00e4hrend vier Wochen auf die Optimall\u00e4nge der Knieextensoren und Knieflexoren bei 28 Fussballspielern in der Vorbereitungszeit. Sie konnten aufzeigen, dass durch exzentrisches Krafttraining die Optimall\u00e4nge der Knieextensoren\u00a0 sowie Knieflexoren in Richtung l\u00e4ngerer Muskel verschoben wurde, was deutlich auf eine Addition von Sarkomeren in Serie hindeutet. Ihre Schlussfolgerung lautet wie folgt: (CG: control Group, EG; Exercise Group)<b><\/b><\/p>\n<blockquote><p>\u201cConclusion: <span style=\"color: #0000ff;\">Eccentric exercise can increase the optimum lengths of both the knee extensors and knee extensors flexors during the preseason in professional soccer<\/span>\u201c (Brughelli et al., 2010, S.50).<\/p>\n<p>\u201cTo our knowledge, this is the first random-controlled training study to investigate the effects of eccentric exercise on optimum length of the knee flexors and\/or knee extensors in an athletic population. Eccentric based training is thought to increase the optimum length and possibly reduce muscle strain injury rates in athletic populations (Brooks et al., 2006; Proske et al., 2004). <span style=\"color: #0000ff;\">The main finding of the present study was that a group of professional male soccer players performing extra preseason eccentric exercise significantly increased their optimum lengths during knee flexion and extension in comparison to a CG. This is the first study to report a shift in optimum length of both agonist and antagonist muscle groups\u201d<\/span> (Brughelli et al., 2010, S.52-53).<\/p><\/blockquote>\n<p>9. <a href=\"https:\/\/investigacion.uclm.es\/documentos\/fi_1166966171-Alegre_LR_501-508.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alegre et al. (2006)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines dynamischen Squat-Krafttrainings w\u00e4hrend 13 Wochen auf den M. vastus lateralis bei 16 Trainierenden und verglichen diese Daten mit einer Kontrollgruppe aus 14 Personen welche kein Training absolvierten. Sie konnten aufzeigen, dass die Trainingsgruppe nach den 13 Wochen um 10% l\u00e4ngere Muskelfaszikel im M. vastus lateralis aufwiesen:<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0\u201cAt the end of the study, significant increases in vastus lateralis muscle thickness (+6.9%, P &lt; 0.001),<span style=\"color: #0000ff;\"> fascicle length (+10.3%, P &lt; 0.05<\/span>), one-repetition maximum (+8.2%, P &lt; 0.05), rate of force development (+23.8%, P &lt; 0.05) and average force produced in the first 500 ms (+11.7%, P &lt; 0.05) were seen only in the training group. Adaptations to the muscle architecture in the training group limited the loss of fibre force, and improved the capacity for developing higher velocities of contraction. The architectural changes in the training group were similar to those seen in studies where high-speed training was performed. In conclusion, dynamic resistance training with light loads leads to increases in muscle thickness and fascicle length, which might be related to a more efficient transmission of fibre force to the tendon\u201d (Alegre et al., 2006).<\/p><\/blockquote>\n<p>10. <a href=\"http:\/\/jap.physiology.org\/content\/jap\/95\/6\/2229.full.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Narici et al. (2003)<\/a> verglichen die Muskelarchitektur de M. gastrocnemius (GM) einer Gruppe von 14 jungen M\u00e4nnern (27-42 Jahre) mit einer Gruppe von 16 \u00e4lteren Herren (70-81Jahre). Sie zeigen auf, dass die \u00e4lteren Herren um 10.2% verk\u00fcrzte Muskelfaszikel aufweisen und f\u00fchren dies auf einen Verlust von Sarkomeren in Serie zur\u00fcck, welcher einen grossen Einfluss auf die Muskelfunktion im Alter habe:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cIn the present study, muscle Vol, ACSAmax, <i>L<\/i>f, and _were all found to be significantly reduced in the older individuals compared with the younger adults. As a result of the decrease in muscle Vol (-25.3%) and in fiber <span style=\"color: #0000ff;\"><i>L<\/i>f (-10.2%)<\/span>, a reduction in PCSA was also found (-15.2%). This decrease in PCSA was affected more by the reduction in muscle Vol than by that in fiber fascicle length. Nevertheless, the fact that both of these decrease strongly suggests that sarcopenia involves a <span style=\"color: #0000ff;\">loss of sarcomeres not only in parallel but also in series<\/span>\u201d (Narici et al. 203, 2231).<\/p>\n<p>\u201cIn conclusion, this study demonstrates that human GM architecture is significantly altered by aging. The findings suggest that sarcopenia <span style=\"color: #0000ff;\">not only involves a loss of sarcomeres in parallel but also in series. These architectural changes are believed to play a significant role in the loss of muscle function in old age<\/span> because they are likely to affect the length-tension as well as the force-velocity and power-velocity relations of this muscle on which common daily functions such as walking and stair negotiation depend\u201d( Narici et al. 203, 2232-2233).<\/p><\/blockquote>\n<p>11. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/17530274\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thom et al. (2007)<\/a> verglichen die Faszikell\u00e4nge des M. gastrocnemius zwischen zwei Gruppen von 15 jungen M\u00e4nnern (19-35 Jahre)\u00a0 und 9 \u00e4lteren M\u00e4nnern (69-82 Jahre). Sie zeigen auf, dass die Faszikell\u00e4nge bei den \u00e4lteren M\u00e4nnern um 19.3% reduziert ist, was auf eine deutliche Reduktion der seriellen Sarkomere hinweist. Und am Ende halten Sie fest, dass diese Erkenntnisse eine wichtige Rolle betreffend der verringerten Beweglichkeit im Alter spiele:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cGM PCSA and<i>\u00a0L<\/i>\u00a0<sub>f<\/sub>\u00a0of the OM were, respectively, 14.3% (<i>P<\/i>\u00a0&lt;\u00a00.05) and <span style=\"color: #0000ff;\">19.3% (<i>P<\/i>\u00a0&lt;\u00a00.05) smaller<\/span> than of the YM. In the OM, GM maximum isometric torque and maximum contraction velocity (<i>V<\/i>\u00a0<sub>max<\/sub>), estimated from Hill\u2019s equation were, respectively, 48.5 and 38.2% lower (<i>P<\/i>\u00a0&lt;\u00a00.001) than in the YM. At all contraction velocities, the OM produced less torque than the YM (46.3% of YM at 0.87\u00a0rad\u00a0s<sup>\u22121\u00a0<\/sup>to 14.7% at 4.36\u00a0rad\u00a0s<sup>\u22121<\/sup>,<i>P<\/i>\u00a0&lt;\u00a00.001). (\u2026) <span style=\"color: #0000ff;\">This finding likely plays an important role in the loss of mobility in old age<\/span>\u201d (Thom et al., 2007).<\/p><\/blockquote>\n<p>12. <a href=\"http:\/\/journals.lww.com\/nsca-jscr\/Abstract\/2014\/01000\/Impact_of_Range_of_Motion_During_Ecologically.32.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">McMahon et al. (2014)<\/a> untersuchten die Auswirkungen eines \u00a08 w\u00f6chigen Krafttrainings in kleinerem Bewegungsumfang (SR) gegen\u00fcber einem Krafttraining in gr\u00f6sserem Bewegungsumfang (LR) auf die Muskelarchitektur des M. vastus lateralis. Sie konnten aufzeigen, dass in beiden Gruppen die Faszikell\u00e4nge zunahm, bei der SR-Gruppe um ca. 10% bei der LR-Gruppe um ca. 23%:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cThe aim of this study was to identify the differences to training at a longer (LR) compared with a shorter (SR) range of motion (ROM) and the time course of any changes during detraining.(\u2026) Significant (p &gt; 0.05) posttraining differences existed in strength (on average 4 \u00b1 2 vs. 18 \u00b1 2%), distal anatomical cross-sectional area (59 \u00b1 15 vs. 16 \u00b1 10%), <span style=\"color: #0000ff;\">fascicle length (23 \u00b1 5 vs. 10 \u00b1 2%)<\/span>, and subcutaneous fat (22 \u00b1 8 vs. 5 \u00b1 2%), with LR exhibiting greater adaptations than SR\u201c (McMahon et al., 2014, Abstract).<\/p><\/blockquote>\n<p>Meines Erachtens liefern diese zw\u00f6lf Studien ein \u00fcberaus starkes Indiz bzw. Best\u00e4tigung ab, dass sich unsere Muskulatur durch serielle Sarkomeraddition und Sarkomersubtraktion an unsere alltags- oder sportbedingten Bewegungsradien<br \/>\nanpassen kann. Als Folge einer seriellen Sarkomersubtraktion wird sich dann auch das Bindegewebe an diese neue L\u00e4nge anpassen, bzw. Bewegungsausschl\u00e4ge begrenzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1815\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie-300x248.jpg\" alt=\"Muskell\u00e4ngentraining\" width=\"300\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie-300x248.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie-600x495.jpg 600w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie-363x300.jpg 363w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Muskell\u00e4ngentraining1-Kopie.jpg 625w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wenn dann eines\u00a0Tages wieder mehr aktive Beweglichkeit gefragt ist, dann macht es deshalb meines Erachtens nur Sinn dieses Beweglichkeitsdefizit durch aktive Bewegung in grossen Gelenkamplituden zur\u00fcck zu gewinnen und nicht wie bis anhin bzw. nach wie vor von den meisten Menschen (meines Erachtens) postuliert wird durch passives Auseinanderziehen der Muskulatur (Dehnen).<\/p>\n<p>Ich bin der Ansicht, dass im Bereich \u201aDehnen\u2018 ein Umdenken stattfinden muss und nur noch aktive Bewegung und Krafttraining in grossem Bewegungsumfang empfohlen werden sollte. Dabei werden nat\u00fcrlich auch Strukturen gedehnt, aber man folgt nicht mehr der Ideologie, dass man K\u00f6rpergewebe auseinanderziehen muss (Funktion folgt Form) und dabei halt schon auch etwas Schmerz in Kauf nehmen muss, sondern der \u00dcberzeugung, dass man seine Muskeln in grossem Bewegungsausmass aktiv gebrauchen muss (Form folgt Funktion), damit sie nicht verk\u00fcmmern. Dadurch erlangen wir nicht nur eine aktive Beweglichkeit, sondern werden gleichzeitig auch noch stark. Nach dem Motto: 2 auf 1nen Streich \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Und wie das Resultat dieser zwei Trainingsformen in der Praxis dann aussieht zeigen die folgenden zwei Videos:<\/p>\n<p>Passive Beweglichkeit durch Dehnen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4t2OLXi2xvY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Video-Link<\/a><\/p>\n<p>Aktive Beweglichkeit durch Krafttraining: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qBdAW8oe4CA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Video-Link<\/a><\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnen Sie selbst entscheiden wie Sie lieber funktionieren bzw. aussehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Meine Philosophie <strong>\u201aBeweglichkeit durch Bewegung, denn Form folgt Funktion\u2018<\/strong> klingt nicht nur sch\u00f6ner als die Stretching-Philosophie <strong><a href=\"http:\/\/www.rheumaliga-shop.ch\/de\/publikationen\/pravention\/beweglich-durch-dehnen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201aBeweglichkeit durch Dehnen<\/a>, denn Funktion folgt Form\u2018<\/strong>\u00a0sie entspricht auch den \u201aneusten\u2018 physiologischen Erkenntnissen!<\/p>\n<p>In diesem Sinne:<\/p>\n<p>stop stretching, but start moving!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Muskell\u00e4ngentraining - stop stretching but start moving\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VT58lP3sOuM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Tom<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Quellen:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">beim Autor erh\u00e4ltlich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Text \u201aBeweglichkeit\u2018, sowie meinen Artikeln beschreibe ich weshalb f\u00fcr mich im Zusammenhang mit einem sinnvollen Beweglichkeitstraining kein Weg an der Grundphilosophie; Beweglichkeit durch Bewegung, denn Form folgt Funktion vorbeif\u00fchrt und weshalb auf struktureller Ebene die Formel; Sarkomer &amp; &hellip; <a href=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/?p=1118\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,12],"tags":[],"class_list":["post-1118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beweglichkeitstraining","category-muskellaengentraining"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1118"}],"version-history":[{"count":52,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2299,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1118\/revisions\/2299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}