{"id":988,"date":"2014-01-17T21:08:26","date_gmt":"2014-01-17T20:08:26","guid":{"rendered":"http:\/\/swiss-functional-training.ch?p=988"},"modified":"2015-10-14T10:02:02","modified_gmt":"2015-10-14T09:02:02","slug":"functional-training-to-train-with-brain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/?p=988","title":{"rendered":"Functional Training &#8211; to train with brain"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-994\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-1024x156.jpg\" alt=\"Functional Training_to train with brain\" width=\"584\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-1024x156.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-300x45.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-500x76.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In meinem letzten Blogbeitrag habe ich abschliessend <i>\u201aFunctional Training\u2018<\/i> empfohlen und dies folgendermassen beschrieben:<\/p>\n<p>\u201aBewegen Sie sich einfach in optimalen Bewegungsmustern. Machen Sie Ausfallschritte, Squats, Spr\u00fcnge, Klimmz\u00fcge, den SFT Bewegungszirkel etc., in zwei W\u00f6rtern ausgedr\u00fcckt: Functional Training\u2018<\/p>\n<p>Ist mit diesem Satz bereits gesagt was <i>Functional Training<\/i> ist? Wohl kaum und deshalb m\u00f6chte ich in diesem Artikel umschreiben was <i>Functional Training<\/i> f\u00fcr mich bedeutet.<!--more--><\/p>\n<p><i>Functional Training<\/i> ist in den vergangenen Jahren sehr popul\u00e4r geworden, obwohl es eigentlich nichts v\u00f6llig Neues ist.<\/p>\n<p>Kritische Stimmen sprechen von einem Trend, Sympathisanten (wie mir) von einer Trainingsphilosophie, aber die wenigsten verstehen wahrscheinlich das Selbe unter dieser Bezeichnung.<\/p>\n<p>Dass <i>Functional Training<\/i> eine solche Wiederbelebung erfahren hat, haben wir unter anderem Personen wie Gray Cook, Mike Boyle oder Mark Verstegen zu verdanken und ich habe damit bestimmt bei weitem nicht alle Personen genannt, welche dieser \u201aBewegung\u2018 zu mehr Bekanntheit verholfen haben.<\/p>\n<p>Mich pers\u00f6nlich haben die beiden B\u00fccher von Gray Cook (\u201aDer perfekte Athlet\u2018 &amp; \u201aMovement\u2018) besonders inspiriert und ich m\u00f6chte in diesem Artikel deshalb vor allem anhand von Zitaten aus diesen Werken erkl\u00e4ren was Functional Training (f\u00fcr mich) bedeutet.<\/p>\n<p>Ich werde dabei auf drei zentrale Merkmale eingehen, welche <i>Functional Training<\/i> meines Erachtens kennzeichnen:<\/p>\n<ol>\n<li>Im <i style=\"color: #000000; font-size: medium;\">Functional Training<\/i> werden Bewegungsmuster trainiert, nach dem Motto: <strong><i>Form folgt Funktion.<\/i><\/strong><\/li>\n<li>Im <i style=\"color: #000000; font-size: medium;\">Functional Training<\/i> steht die Bewegungsqualit\u00e4t an erster Stelle, nach dem Motto: <strong><i>Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t.<\/i><\/strong><\/li>\n<li>Im <i style=\"color: #000000; font-size: medium;\">Functional Training<\/i> werden Schw\u00e4chen des Trainierenden ausfindig gemacht und diese ins Zentrum der Trainingsplanung gestellt, nach dem Motto: <strong><i>Eine Kette ist nur so stark wie ihr schw\u00e4chstes Glied<\/i>.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nun aber etwas konkreter zu diesen drei Bereichen:<\/p>\n<p><strong>1. Bewegungsmuster stehen im Zentrum bzw. Form folgt Funktion<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Fokus auf\u00a0 Bewegung, nicht Muskeln wird sich wie ein roter Faden durch dieses Buch ziehen\u201c\u00a0 (Cook, 2011, S.14).<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit diesem Satz ist meines Erachtens bereits sehr stark angedeutet welcher rote Faden sich nicht nur durch sein Buch, sondern durch den gesamten Bereich des <i>Functional Trainings<\/i> ziehen wird, n\u00e4mlich <b>artgerechte Bewegungsmuster.<\/b><\/p>\n<p>In den folgenden zwei Zitaten wird Gray Cook dann noch etwas konkreter:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eZiel des Trainings ist nicht, das Aussehen des K\u00f6rpers zu ver\u00e4ndern, sondern seine Bewegungen zu verbessern. Deshalb sollte das Training sich auch mehr auf Bewegungsmuster konzentrieren als auf einzelne Muskeln. Denn die Muskeln entwickeln sich automatisch, sobald an verschiedenen Bewegungsmustern gearbeitet wird, wodurch die meisten Athleten quasi von \u201aalleine\u2018 so aussehen, als ob sie Bodybuilding betreiben w\u00fcrden. Der Fokus liegt bei ihnen jedoch auf der Bewegung ans sich; die tolle \u00e4ussere Form ist nur ein Nebenprodukt\u201c (Cook, 2011, S.32).<\/p>\n<p>\u201eEin Athlet definiert sich nicht \u00fcber sein Aussehen, sondern \u00fcber seine Art, sich zu bewegen. Modernes Krafttraining mit Gewichten hat zum Beispiel h\u00e4ufig mehr mit Bodybuilding zu tun als mit sportlicher Leistung und verbesserten Bewegungsabl\u00e4ufen. Ein Sportler muss vern\u00fcnftige Bewegungsmuster entwickeln, lange bevor er sich Sorgen um Leistungsverbesserungen machen sollte\u201c (Cook, 2011, S.24).<\/p><\/blockquote>\n<p>In diesen Zitaten kommt meines Erachtens ziemlich deutlich zum Vorschein worum es beim <i>Functional Training<\/i> geht und dass <i>Functional Training<\/i> in einer gewissen Opposition zum Bodybuilding steht. Liegt beim Bodybuilding der Fokus oft auf einzelnen Muskelgruppen, ist der Fokus im <i>Functional Training<\/i> auf Bewegungsmuster gerichtet.<\/p>\n<p>Ich vermute Personen, welche sich dem <i>Functional Training<\/i> zuwenden stammen \u00fcberwiegend aus zwei Bereichen, entweder dem Leistungssport, oder aber dem Gesundheitssport. Ich denke diese Personen meinen erkannt zu haben, dass im Gesundheitssport, wie auch im Leistungssport die Einfl\u00fcsse des Bodybuildings in den vergangenen Jahren zu einer f\u00fcr ihre Zielsetzungen nicht sinnvollen Entwicklung gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Ein Zitat von Pavel Tsatsouline zu dieser Thematik w\u00e4re das Folgende;<\/p>\n<blockquote><p>\u201cIn the 1980s hardcore New York powerlifter Dr. Ken Leistner watched the explosion of bodybuilding and predicted the decline of effective strength training. He was right. Proliferation of the strength = size mentality lead to two unfortunate developments.\u00a0First, athletes started equating strength training with bodybuilding. The result was \u2018Hollywood muscle\u2019\u2014all show and no go. Although the new breed of US weightlifters were unquestionably buff, they, unlike their predecessors, could not hold a candle to the Eastern Europeans when it came to hoisting iron.\u00a0Second, women shy away from effective strength training in fear of getting bulky. They are content being weak because they do not know that they can get stronger without developing the bod of a Jesse Ventura. Ladies resort to pathetic high rep programs that do nothing to improve their muscle tone or strength. Indeed, bodybuilding is the worst thing that ever happened to strength training\u201d (Tsatsouline, 1999, S.11).<\/p><\/blockquote>\n<p>Gray Cook meint unter anderem folgendes zu dieser Thematik:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cThe gym equipment industry offered us another solution. If a person couldn\u2019t squat but still wanted to work leg muscle development, they were there to help with a leg press, a leg extension and a leg curl machine. With these machines, we can work the leg musculature without ever performing the functional patterns these muscles support.\u00a0This is a big problem because the prime movers still get exercised while the stabilizers lag behind. The stabilizers do not have to work in a natural manner in a partial pattern, during isolation exercises and on most weight machines.\u00a0Own the movement before you do the exercise\u201d (Cook, 2010, S.200).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u201cNevertheless, here we are. Modern fitness equipment allows training while sitting and even slouching comfortably. This equipment accommodates pushing and pulling with the arms, and flexing and pressing with the legs. The equipment also furnishes torso flexion, extension and rotation without forcing users to balance on their feet or naturally engage the stabilizing musculature.\u00a0People move muscles without the burden of controlling bodyweight, maintaining balance or managing alignment, but that is not life.\u201d (Cook, 2010, S.74).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich pers\u00f6nlich habe nichts gegen Bodybuilding, solange diese Trainingsphilosophien aus den Bereichen Leistungssport (mit Ausnahme von Bodybuilding selber) und besonders Gesundheitssport herausgehalten werden. Das ist leider meines Erachtens nicht der Fall, auch wenn dies nicht der Fehler einzelner Bodybuilder ist. Ich denke aber, dass <i>Functional Training<\/i> die Trainingsmethode der Wahl im Bereich Leistungs- und Gesundheitssport \u00a0sein sollte und deshalb setze ich mich daf\u00fcr ein. Es f\u00e4llt mir schwer, wenn ich u.a. \u00e4ltere Menschen dabei zusehen muss, wie sie in eine der Maschinen \u201aeingespannt\u2018 werden, welche Gray Cook in seinem Zitat erw\u00e4hnt (leg press, leg extension, leg curl) und ich gleichzeitig der \u00dcberzeugung bin, dass z.B. Squat-\u00dcbungen, Ausfallschritte, Turkish Get Up\u2019s oder Liegest\u00fctzen so viel sinnvoller f\u00fcr ihre Zielsetzung (wahrscheinlich: Erhaltung ihrer Selbst\u00e4ndigkeit) w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es erfreulich, dass diese Personen den Elan aufbringen ein Krafttraining zu betreiben, aber dann m\u00f6chte ich ihnen auch das sinnvollste Training bieten und ich glaube nicht, dass die genannten Maschinen, welche wohl immer noch zu den meist verbreitetsten geh\u00f6ren, ein solches Training bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Training im Sitzen, was bei vielen Maschinen der Fall ist, ist nicht sehr spezifisch. Ok, wir sitzen viel im Alltag, aber m\u00fcssen wir das auch noch trainieren? Des Weiteren wird so ziemlich jeder koordinative Charakter entzogen, welcher f\u00fcr ein harmonisches Zusammenarbeiten \u201aaller Systeme unseres K\u00f6rpers\u2018 sehr sinnvoll ist. Maschinen f\u00fchren uns in unseren Bewegungen und erlauben es uns Gewichte zu stemmen, die wir ohne diese F\u00fchrung wohl kaum im Stande w\u00e4ren zu bew\u00e4ltigen. Wir haben es noch nicht verdient so viel Gewicht zu stemmen, aber die Maschine erlaubt es uns. Dar\u00fcber hinaus in Bewegungsmustern, welche wir im Alltag selten bis nie gebrauchen. Weshalb sollten wir Bewegungsmuster trainieren, die wir im Alltag\/Sport so nie brauchen?<\/p>\n<p><i>Functional Training<\/i> setzt meines Erachtens bei diesem Missstand an und richtet die Aufmerksamkeit auf die Verbesserung alltags- und sportrelevanter Bewegungsmuster mit Trainingsequipment, welches nicht nur die konditionellen-, \u00a0sondern auch die koordinativen F\u00e4higkeiten trainieren. Neben dem Training mit dem eigenen K\u00f6rpergewicht kommen unter anderem Lang- &amp; Kurzhanteln, Kettlebells, Schlingentrainer, Sands\u00e4cke, Gewichtswesten, Medizinb\u00e4lle, Springseile, Kabelz\u00fcge und einiges mehr zum Einsatz.<\/p>\n<p>Trotz dieser Vielfalt an n\u00fctzlichem Trainingsequipment liegt der prim\u00e4re Fokus aber immer auf sinnvolle Bewegungsmuster gerichtet, das Trainingsger\u00e4t ist sekund\u00e4r. <i>Functional Training<\/i> ist viel mehr als Kettlebell, Sling Trainer und Sandsack zusammen und hat mit Zirkusakrobatik nichts zu tun.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/1.Functional-Training-_Form-folgt-Funktion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-991\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/1.Functional-Training-_Form-folgt-Funktion-1024x156.jpg\" alt=\"Functional Training _Form folgt Funktion\" width=\"584\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/1.Functional-Training-_Form-folgt-Funktion-1024x156.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/1.Functional-Training-_Form-folgt-Funktion-300x45.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/1.Functional-Training-_Form-folgt-Funktion-500x76.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u201eWird ein Bewegungsablauf in schlechter formaler Technik trainiert <a href=\"https:\/\/puttygen.in\">puttygen <\/a> , so wir diese schlechte Auff\u00fchrungsform mit dem Motorischen Programm abgespeichert. \u00dcbung alleine f\u00fchrt nicht zur Perfektion; nur perfekte \u00dcbungen macht uns zum perfekten Sportler\u201c (Cook, 2011, S.22).<\/p><\/blockquote>\n<p>In diesem Zitat wir meines Erachtens ein zweiter, grundlegender Charakter von <i>Functional Training<\/i> erkennbar, die Bewegungsqualit\u00e4t. Wenn ich in der Einleitung geschrieben habe, dass <i>Functional Training<\/i> eigentlich nichts Neues ist, dann meinte damit ich vor allem die \u00dcbungen, welche dabei gemacht werden. Neu hingegen ist meines Wissens die Gegebenheit, dass nun st\u00e4rker versucht wird zu umschreiben in welchem Rahmen artgerechte Bewegungsmuster stattfinden. Mehr zu dieser Thematik finden Sie u.a. im Kapitel 8 meines Textes \u201aBeweglichkeit\u2018.<\/p>\n<p>Gray Cook hat dazu den <i>Functional Movement Screen (FMS)<\/i> entwickelt, eine Testbatterie bestehend aus sieben Bewegungsmustern, welche auf sehr einfache (\u00fcberschaubare) Weise die qualitative Ausf\u00fchrung dieser grundlegenden Bewegungsmuster bewertet:<\/p>\n<h4>O Punkte \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 = Schmerz (Therapeut aufsuchen),<\/h4>\n<h4>1 Punkt \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 = ungen\u00fcgende Qualit\u00e4t (sollte \u00a0korrigiert werden)<\/h4>\n<h4>2 Punkte \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 = gen\u00fcgend (sozusagen der Mindeststandart)<\/h4>\n<h4>3 Punkte \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 = optimale Qualit\u00e4t (nice to have)<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch sehe die oben genannten sieben Bewegungen nicht als Bausteinen im Fundament funktioneller Bewegungen im Sport. Sie sind eher das formbare Material, aus dem jeder einzelne Baustein besteht. Diese Bewegungen verbinden alle Sportarten miteinander, weil sie die Grundvoraussetzung f\u00fcr jede menschliche Bewegung darstellen. Der gr\u00f6sste Fehler, der heutzutage in der Sportmedizin und im Konditionstraining begangen wird, ist eine zu fr\u00fche Konzentration auf sportartspezifische Bewegungen.\u00a0Meine Testreihe ist keineswegs ein in Stein gemeisseltes Gesetz. Sie ist schlicht und einfach eine Methode, um den grundlegendsten Aspekt menschlicher Leistung aufzuzeigen, n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit zur freien Beweglichkeit\u201c (Cook, 2011, S.58).<\/p><\/blockquote>\n<p>Zus\u00e4tzlich, und f\u00fcr mich pers\u00f6nlich wohl der wichtigste Aspekt des FMS, werden links-rechts Asymmetrien mit diesem Test aufgedeckt, um diese dann anschliessend zu beseitigen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBeim Functional Training handelt es sich um eine Trainingsform, mit der wir die Bewegungssymmetrie zwischen der rechten und der linken K\u00f6rperseite herstellen und das Gleichgewicht zwischen Mobilit\u00e4t und Stabilit\u00e4t innerhalb des K\u00f6rpers f\u00f6rdern k\u00f6nnen\u201c (Cook, 2011, S.72).<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit diesem Test steht uns ein Werkzeug zur Verf\u00fcgung, welches uns erm\u00f6glicht zu erkennen, ob der Getestete grundlegende Bewegungsdefizite aufweist, welche ihn daran hintern k\u00f6nnten optimale Bewegungsmuster auszuf\u00fchren und er damit wohl auch einer erh\u00f6hten Verletzungsgefahr ausgesetzt ist. Nat\u00fcrlich kann man sich dar\u00fcber unterhalten, ob die durch den FMS vorgegebene Leitplanke f\u00fcr Bewegungsqualit\u00e4t f\u00fcr unsere Art so stimmig ist. Zumindest mir ist im Zusammenhang mit Gesundheitssport noch nichts St\u00f6rendes an ihr aufgefallen und deshalb wende ich sie an. \u00c4hnlich scheinen es auch die immer st\u00e4rker wachsende Anzahl an Trainern und Physiotherapeuten zu sehen, welche diesen Test mittlerweile weltweit in ihre Programme integrieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/2.Functional-Training_Qualit\u00e4t-vor-Quantit\u00e4t.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-992\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/2.Functional-Training_Qualit\u00e4t-vor-Quantit\u00e4t-1024x156.jpg\" alt=\"Functional Training_Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t\" width=\"584\" height=\"89\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2.Functional-Training_Qualit\u00e4t-vor-Quantit\u00e4t-1024x156.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2.Functional-Training_Qualit\u00e4t-vor-Quantit\u00e4t-300x45.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2.Functional-Training_Qualit\u00e4t-vor-Quantit\u00e4t-500x76.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schw\u00e4chstes Glied<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u201eBei vielen Trainings- und Konditionskonzepten liegt der Schwerpunkt auf der Maximierung der St\u00e4rken, sinnvoller ist es jedoch, die Schw\u00e4chen anzugehen und an den Problembereichen zu arbeiten. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden die ignorierten Schw\u00e4chen in Ihrem Alltag, Training oder Wettkampf zutage treten, eine Vernachl\u00e4ssigung Ihrer Schwachstellen ist also langfristig keine gute Idee\u201c (Cook, 2011, S.16).<\/p><\/blockquote>\n<p>Im <i>Functional Training<\/i> bilden artgerechte Bewegungsmuster die Basis. Functional Training ist aber nat\u00fcrlich mehr als nur ein Training der Bewegungsqualit\u00e4t. Nach Gray Cooks Motto \u201afirst move well, then move more\u2018, kommt auch die Quantit\u00e4t im <i>Functional Training<\/i> nicht zu kurz, nur welche Quantit\u00e4t sollte trainiert werden?<\/p>\n<p>Ich durfte einmal einem spannenden Vortrag zum Thema \u201aTrainingsdifferenzen zwischen Spitzenathleten und Durchschnittsathleten\u2018 zuh\u00f6ren und in diesem Vortrag hat der Referent darauf hingewiesen, dass beide Sportler nach dem Prinzip 80% zu 20% trainieren. W\u00e4hrend allerdings der Spitzensportler ca. 80% seiner Trainingszeit dazu verwendet seine Schw\u00e4chen zu verbessern und nur w\u00e4hrend ca. 20% an seinen bereits vorhanden St\u00e4rken herumfeilt, macht es der Durchschnittsathlet in etwa umgekehrt.<\/p>\n<p>Ob diese Zahlen genau so zutreffend sind, ist bestimmt fraglich, ich denke aber dass das Grundprinzip des Spitzensportlers sinnvoll ist. Nach dem Motto \u201aeine Kette ist nur so stark wie ihr schw\u00e4chstes Glied\u2018 zu versuchen seine gr\u00f6ssten Schw\u00e4chen ins Zentrum der eigenen Trainingsgestaltung zu setzen, finde ich sehr sinnvoll.<\/p>\n<p>Damit man allerdings seine Schw\u00e4chen ins Zentrum r\u00fccken kann, muss man diese nat\u00fcrlich zuerst einmal erkennen und dann auch noch entscheiden, welche der erkannten Schw\u00e4chen grundlegender ist bzw. zuerst verbessert werden sollte. Und genau dazu hat wiederum Gray Cook eine zweite, neben dem FMS, sinnvolle Leitplanke entworfen, welche uns im Zusammenhang mit optimaler Bewegung leiten kann, die optimale Bewegungspyramide:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-989\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide-1024x754.jpg\" alt=\"die optimale Bewegungspyramide\" width=\"584\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide-1024x754.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide-300x221.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide-407x300.jpg 407w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/die-optimale-Bewegungspyramide.jpg 1434w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie nicht anders zu erwarten, stellt die Basis dieser Pyramide funktionelle bzw. artgerechte Bewegungsmuster dar, welche eben mit dem FMS sinnvoll \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Wenn eine gen\u00fcgende Bewegungsqualit\u00e4t vorhanden ist, wird funktionelle Leistung trainiert. Je nach Sportart bzw. Zielsetzung werden hier andere Basiswerte gefordert. Und erst dann wird der Trainingsschwerpunkt auf sportartspezifische Fertigkeiten gelegt.<\/p>\n<p>Ich denke diese Gewichtung in der Trainingsprogression ist sehr sinnvoll. Das nat\u00fcrlich gleichzeitig auf allen drei Stufen gearbeitet werden kann erscheint mir logisch, aber die Gewichtung in dieser Reihenfolge w\u00fcrde ich im Rahmen einer langfristigen Trainingsplanung so vornehmen. Und dass es wenig Sinn macht, bzw. gef\u00e4hrlich ist, Quantit\u00e4t auf mangelnde Qualit\u00e4t aufzubauen scheint mir, Gray Cook sei Dank, ebenfalls einleuchtend.<\/p>\n<p>Am besten kann man sich meines Erachtens entwickeln, wenn man seine Schw\u00e4chen kennt und dann entscheidet, in welcher Reihenfolge man diese Schw\u00e4chen angehen sollte. Mit dem <i>FMS<\/i> und der <i>optimalen Bewegungspyramide<\/i> haben wir dazu meines Erachtens zwei sehr hilfreiche Tools im Zusammenhang mit physischem Training zur Hand, \u00fcber deren Nutzung jeder individuell entscheiden darf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/3.Functional-Training_Eine-Kette....jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-993\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/3.Functional-Training_Eine-Kette...-1024x156.jpg\" alt=\"Functional Training_Eine Kette...\" width=\"584\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3.Functional-Training_Eine-Kette...-1024x156.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3.Functional-Training_Eine-Kette...-300x45.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3.Functional-Training_Eine-Kette...-500x76.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Als kleines Res\u00fcmee der drei gerade beschriebenen Aspekte k\u00e4me somit in etwa die folgende Definition von <i>Functional Training<\/i> zustande:<\/p>\n<p><i>Functional Training<\/i> ist ein Konzept zur Verbesserung der k\u00f6rperlichen Leistungsf\u00e4higkeit. Nach dem Grundsatz; \u201aeine Kette ist nur so stark wie ihr schw\u00e4chstes Glied\u2018 werden Schwachstellen im Bewegungsverhalten des Trainierenden eruiert und dann versucht diese zu beseitigen. Aufbauend auf funktionellen Bewegungsmustern werden funktionelle Leistungsaspekte und sportartspezifische Fertigkeiten trainiert. Die dazu verwendeten \u00dcbungen sind durch aktive, artgerechte und dreidimensionale Bewegungsmuster gekennzeichnet, welche neben den konditionellen F\u00e4higkeiten immer auch die koordinativen F\u00e4higkeiten miteinbeziehen und damit den K\u00f6rper m\u00f6glichst ganzheitlich fordern.<\/p>\n<p>In diesem Sinne glaube ich, dass <i>Functional Training<\/i> die folgende Bezeichnung verdient hat:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-994\" src=\"http:\/\/swiss-functional-training.chwp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-1024x156.jpg\" alt=\"4.Functional Training_to train with brain\" width=\"584\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-1024x156.jpg 1024w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-300x45.jpg 300w, https:\/\/swiss-functional-training.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4.Functional-Training_to-train-with-brain-500x76.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viel Spass dabei!<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>Cook, G. (2010). <i>Movement. Functional Movement Systems: Screening, Assessment and Corrective Strategies<\/i>. Aptos: On Target Publications. ISBN: 978-1-931046-72-5<\/p>\n<p>Cook, G. (2011): <i>Der perfekte Athlet. <\/i><i>Spitzenleistungen durch Functional Training (2.Aufl.)<\/i>. M\u00fcnchen: Riva Verlag. ISBN: 978-3-86883-021-7<\/p>\n<p>Tsatsouline, P. (1999). <i>Power to the People.<\/i> <i>Russian Strength Training Secrets\u00a0<\/i><i>For Every American.<\/i> St.Paul: Dragon Door Publications. ISBN: 0-938045-19-9<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem letzten Blogbeitrag habe ich abschliessend \u201aFunctional Training\u2018 empfohlen und dies folgendermassen beschrieben: \u201aBewegen Sie sich einfach in optimalen Bewegungsmustern. Machen Sie Ausfallschritte, Squats, Spr\u00fcnge, Klimmz\u00fcge, den SFT Bewegungszirkel etc., in zwei W\u00f6rtern ausgedr\u00fcckt: Functional Training\u2018 Ist mit diesem &hellip; <a href=\"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/?p=988\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,9],"tags":[],"class_list":["post-988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-functional-training","category-funktionelle-bewegungsmuster"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=988"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2160,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/988\/revisions\/2160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/swiss-functional-training.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}