The human foot – a work of art

„The human foot is a masterpiece of engineering and a work of art“

(Leonardo da Vinci).

Leonardo's FootLeonardo da Vinci hat bereits vor 500 Jahren erkannt, welches Meisterwerk unsere Füsse sind und dieser Faszination mit diesem wundervollen Zitat Ausdruck verliehen. Der Schöpfer dieses Meisterwerkes ist meines Wissens die Evolution bzw. die über 200‘000 Jahre Mutation und Selektion, welche uns vom Vierbeiner zum Zweibeiner formte.

Unsere Füsse beinhalten 52 Knochen, das sind ca. ¼ aller Knochen unseres Körpers. Ein einzelner Fuss besteht also aus 26 einzelnen Knochen, krass, finden Sie nicht auch?

26 Knochen mit den entsprechenden Gelenken, Muskeln, Bändern, Nerven etc. die zusammenarbeiten und dies bei jedem einzelnen Schritt, wovon wir ja ca. 10‘000 pro Tag machen sollten, wenn wir die Bewegungsempfehlungen der meisten Gesundheitsorganisationen befolgen möchten.

Dass der Fuss ein solches Meisterwerk ist wurde mir erst in den letzten Monaten so richtig bewusst. Und die folgende Aussage eines befreundeten Sportlehrerkollegen könnte gerade so gut auch von mir vor einigen Monaten stammen: ‚Für mich ist mein Körper ab den Fussgelenken abwärts nicht existent.‘

Ich vermute dass viele Menschen ihren Füssen wenig Beachtung schenken und ich denke, dass sie mehr Wertschätzung und Pflege verdient hätten, weshalb ich nun auch diesen Artikel schreibe.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich als Junge immer gerne etwas kleinere Füsse gehabt hätte, wie mein damaliger Kolleg, dessen kleinere Fussballschuhe irgendwie immer cooler ausgesehen haben als meine Flossen. Aus diesem Grund habe ich meine Schuhe dann mit Sicherheit auch nicht zu gross gekauft, wohl eher eine halbe Nummer zu klein, auch wenn es dann ganz schön eng wurde.

Wer schön sein will muss halt leiden, oder so.

Wer schön sein will muss leiden ;)

Heute kaufe ich meine Schuhe nicht mehr eine halbe Nummer zu klein, sondern eher eine halbe Nummer zu gross, denn ich meine erkannt zu haben, dass ich meinen 26 Knochen in jedem Fuss die nötige Freiheit geben sollte, damit sie auch so zusammenarbeiten können, wie sie gerne zusammenarbeiten möchten. Dass sie dies nicht können, wenn ich sie in enge Schuhe stecke, scheint mir mittlerweile logisch.

Mittlerweile kann ich auch nicht mehr verstehen weshalb ich jahrelang nicht erkannt habe, dass es keinen Grund gibt, weshalb die Ferse bei einem Schuh auch nur einen Millimeter höher sein sollte als der Vorfuss, aus einer gesundheitlichen Sicht betrachtet. Wenn dies aus modischen Gründen der Fall sein sollte, dann sind das eben NUR modische Gründe.

bad-posture-by-shoesWenn wir unsere Ferse aber durch Schuhwerk erhöhen und dies nicht nur bei High-Heels sondern auch bei Jogging- oder Alltagsschuhen, dann verändert sich der Winkel in unserem Fussgelenk. Die Veränderung dieses Winkels wird nicht nur Auswirkungen auf das Verhalten unserer Füsse bei jedem einzelnen Schritt haben, sondern auch auf die Statik unseres gesamten Bewegungsapparates, bzw. die Kräfte die auf ihn wirken. Und ich glaube nicht, dass diese Veränderungen aus einer gesundheitlichen Betrachtung heraus sinnvoll sein werden, viel eher glaube ich, dass sie zu verschiedensten Beschwerden an unserem Bewegungsapparat führen können. Und natürlich sind 10cm bei extremen High-Heels aus gesundheitlicher Sicht dümmer als 0.1-1cm bei Joggingschuhen, aber weshalb nicht gleich 0, wie es die Natur vorgibt?

Ich bin der Ansicht, dass nicht nur unsere Füsse eine Meisterleistung und ein Kunstwerk sind, sondern unser gesamter Körper. Natürlich wird auch dieses Zwischenstadium unserer Entwicklung irgendwann (in Jahrtausenden betrachtet) gewisse Veränderungen erfahren und vielleicht gibt es noch ‚Features‘, welche unseren Körper optimieren werden, aber ich glaube nicht, dass eine Fersenerhöhung eines dieser Features sein wird, oder ein Fuss bestehend aus einem einzigen Knochen, zu was ihn z.B. herkömmliche Wanderschuhe meines Erachtens oft degradieren.

Mittlerweile versuche ich so oft wie möglich barfuss durchs Leben zu gehen und da dies nicht immer möglich, sinnvoll oder angebracht ist, bin ich daran mein Schuhsortiment durch sinnvollere zu ersetzen. Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass der beste Schuh derjenige ist, der es meinen Füssen ermöglicht Füsse zu sein und sie so wenig wie möglich einschränkt. Wichtig dabei sind für mich vor allem 3 Punkte:

  1. Meine Schuhe sollten eine weite Zehen-Box haben, damit sich der Vorfuss bei jedem Schritt entfalten kann.
  2. Die Sohle sollte über die ganze Fusslänge gleich hoch sein, damit mein Bewegungsapparat so ausgerichtet ist, wie es mein Bauplan vorgesehen hat.
  3. Die Sohle sollte so dünn (flexibel) wie möglich bzw. unbedingt nötig sein, damit meine Sensomotorik möglichst viele Inputs erhält.

Vivobarefoot oneWenn diese Kriterien erfüllt sind glaube ich meinen Füssen trotz Schuhwerk die Möglichkeit zu geben ihre Arbeit optimal verrichten zu können. Und ich glaube, dass sich gesunde Füsse auch auf meine gesamte gobi-wallGesundheit, bzw. mein Wohlbefinden positiv auswirken werden. Bis jetzt fühle ich mich dabei zumindest hervorragend und würde mich freuen, wenn Sie dasselbe Gefühl erfahren dürfen. (kleiner Tipp: 2 Schuhe welche diese Kriterien hervorragend erfüllen sind z.B. für den Sport der Vivobarefoot ‚The One‘ oder im Alltag der Vivobarefoot Gobi (siehe Bilder) etc.)

Ich bin allerdings bereits 30 Jahre alt und während ca. 29 Jahren davon habe ich meinen Füssen sehr wenig Wertschätzung entgegengebracht. Wie die meisten Menschen in meiner Kultur habe ich sie in enge, oft fersenerhöhte Schuhe gesteckt. Dass diese Zeit ihre Spuren hinterlassen hat muss ich akzeptieren, dass ich es aber in Zukunft besser machen kann, darüber kann ich mich freuen. Insofern kann ich (wie auch Sie) mir überlegen, was aus meinen Füssen noch rauszuholen ist und so gut es geht in Richtung Optimum hin arbeiten. Wichtiger ist es mir aber dass wir unseren Kindern, deren Füsse noch formbarer sind, ermöglichen diese ohne permanentes Zwangskorsett (herkömmliche Schuhe) entwickeln zu lassen. Ich glaube wir sollten unsere Kinder dazu ermutigen so oft wie möglich barfuss oder in ‚Barfussschuhen‘ sich im Freien zu bewegen. Das wird nicht nur der Gesundheit unserer Kinder zu Gute kommen, sondern mit ziemlicher Sicherheit auch der Gesundheit unserer staatlichen Gesundheitskosten.

Da es zu dieser Thematik bereits viel gute Literatur gibt, welche aber meines Erachtens noch zu wenig Verbreitung gefunden hat, möchte ich nun auf diese verweisen. Damit erspare ich mir jede Menge Arbeit und Sie erhalten hervorragende Qualität:

  • Healthy People = Barefoot People: (wie so oft ein toller Artikel von Dr. Steve Gangemi): Link
  • Propriozeption – Barfusslaufen verstehen: Link
  • How healthy are your feet? (meines Erachtens ein hervorragendes PDF-Dokument zum Thema Barfusslaufen, dessen Downloadlink Sie auf der folgenden Seite finden. Allerdings müssen Sie den Newsletter jener Seite dazu abonnieren, was sich allerdings lohnt): Link 

In diesem Sinne:

Happy barefoot Journey,

Tom

our feet have all the technology we need

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